Rosi's Struvitsteine

Unsere tapfere Rosi!

Röschen wurde am 07.07.11 an der Blase operiert.

Heraus kamen viele kleine und grosse Struvitsteine, die sich in der Blase von unseren Hunden durch unterschiedliche Ursachen, bilden können.
Rosi musste in letzter Zeit öfters pinkeln als normal, manchmal kaum, aber dann viele Male hintereinander, darauf hin bin ich letzte Woche zur TA Praxis Dr. Möhrke gefahren, dort wurde die Blase geschallt und geröngt.

Laut den vielen und grossen Steinen war eine OP nicht zu umgehen.
Rosi zeigt sich bisher in einem sehr guten Allgemeinzustand:
Die OP ist also gut verlaufen, Rosi frisst auch schon wieder prima und trägt stolz ihren schicken grünen Body zur Schau:-)

 

 

so dicke "Wackermänner" haben mich gestört...raus damit!

...nun ruhe ich mich erst mal aus, danach in ca. 2 Wochen, ist dann wieder spielen angesagt! Danke an so viele liebe Menschen die an mich gedacht haben!
Eure Rosi mit Frauchen

 

Harnsteine, hier eine kurze Info dazu:

Harnsteine gibt es beim Menschen wie auch dem Hund in vielen Varianten. Man kann nicht vorbeugend Diät füttern, um einer Sorte Harnstein vorzubeugen, da man immer riskiert, damit eine andere Sorte heranzuzüchten.

Harnsteine allgemein:

Der Vorbote des Harnsteines gleich welcher Sorte ist die Bildung von Kristallen im Urin. Wenn man also wissen will, ob der Hund zu der einen oder anderen Sorte Harnstein neigt, kann man das leicht testen lassen. Man geht mit einer Urinprobe des Hundes zum Tierarzt. Dieser kann unter dem Mikroskop erkennen, ob Kristalle vorhanden sind und an deren Form auch gleich die Art der Kristalle bestimmen. Erst dann wird ein guter Tierarzt eine Fütterungsempfehlung aussprechen.
Die nächste Stufe ist der Harngries, der die Blase bereits reizen und zu Blasenentzündung führen kann. Der Harngries besteht bereits aus kleinen Steinchen, die sich aus den Kristallen bilden. Harngries wird meist noch auf natürlichem Wege ausgeschieden, größere Harnsteine können die Harnwege verstopfen und/oder in der Blase hängen bleiben. Eine unbehandelte Blasenentzündung kann zu Nierenerkrankung führen und so zum Tode. Blasenentzündung bemerkt man, wenn ein Hund ungewöhnlich häufig uriniert. Auch an einer Urinprobe kann man das mittels Teststreifen prüfen. Auch ein verschlossener Harnweg kann den Hund töten.

Uratsteine

Typisch Dalmatiner! Uratsteine sind nicht deshalb typisch Dalmatiner, weil jeder Dalmatiner daran erkrankt, wenn er nicht Diät bekommen würde. Das ist ein Ammenmärchen. Uratsteine sind typisch Dalmatiner, weil nur der Dalmatiner dieses Problem unter allen Hunderassen haben kann.
Uratsteine entstehen durch zuviel Harnsäure. Dalmatiner leiden unter einem Enzymmangel. Deshalb funktioniert ihr Stoffwechsel nicht bei allen korrekt. Beim Abbau von Purin entsteht Harnsäure. Purin ist in jeder DNA enthalten, nicht nur in Fleisch wie manche behaupten. Die Harnsäure wird bei fast jedem Tier unter Zuhilfenahme eines Enzyms zu harmlosen Harnstoff umgewandelt und über Niere und dann Blase ausgeschieden. Menschen und Menschenaffen fehlt dieses Enzym völlig, was bei uns vor allem zu Gicht führen kann. Aber auch Menschen essen deshalb nicht alle Diät und nicht jeder bekommt Gicht.
Der Dalmatiner hat nur einen Enzymmangel, das heißt, das Enzym ist zwar vorhanden, aber nicht in ausreichender Form. Bei einzelnen Dalmatinern führt das zu Problemen, nämlich Broncing Syndrom (Fellverfärbung) und/oder Harnsteinbildung. Diese Dalmatiner müssen purinarm ernährt werden. Nur diese!! Oft genügt aber bereits ein Futterwechsel. Genauso gesundheitsschädlich wie zu saurer Urin ist auch zu basischer Urin, deshalb nie vorbeugende gar nicht betroffene Dalmatiner auf "Dalmatinerdiät" setzen. Zu basischer Urin führt zu Blasenentzündungen, weil aufsteigende Keime sich im basischen Milieu wohl fühlen und bietet anderen Steinen, z.B. Struvitsteinen gute Chancen.

Struvitsteine

Diese Steine kann jeder Hund jeder Rasse bekommen. Sie fühlen sich im basischen Urin besonders wohl und führen genauso wie Uratsteine zu Schmerzen, können die Harnwege genauso blockieren und so zum Tode führen.
Bei unregelmässigem pinkeln und häufigem Drang ohne das Urin kommt sollte man den TA befragen.
Struvitsteine bemerkt man am besten, wenn man den Urin testen läßt. Ultraschall und Röntgen können die Steine bestätigen.
Die Therapie danach bezüglich des Futters ist Tierarztsache und sollte unbedingt mit diesem abgesprochen werden. Zur Sicherheit empfiehlt es sich immer mal wieder Urin untersuchen zu lassen.

 

 

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